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40 Jahre im Dienste des Aikido: Gerd Bennewitz 40 Jahren lang war Gerd Bennewitz, 5. Dan Aikido vom Lübecker Judo Club unermüdlich auf Vereins,-Landesverbands- und Bundesebene aktiv. Im Herbst diesen Jahres musste Meister Gerd –für uns völlig unerwartet- aus gesundheitlichen Gründen alle Ehrenämter aufgeben und sich aus dem Aikido zurückziehen. Der AVSH verliert mit Gerd Bennewitz einen „alten Hasen“ und einen beliebten Zentraltrainer. Mit einem kleinen Rückblick über Gerds Wirken verbindet sich der Dank des AVSH für all das, was Gerd zum Wachsen und Gedeihen des Aikido in Schleswig- Holstein beigetragen hat. |
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Mit 25 Jahren zog es Gerd, der zuvor begeisterter Tanzsportler war, 1967 zum Aikido. Er gehörte somit zur ersten Generation der Aikidoka, die in den 60er Jahren das von Gerd Wischnewski nach Deutschland gebrachte Aikido kennen lernte und sich für die Verbreitung der recht jungen Disziplin einsetzte. Gerd trainierte im LJC zunächst bei Rolf Brand. Als Rolf Lübeck aus beruflichen Gründen verließ, übernahm Gerd 1968 als Grüngurt das Training und von 1970 an als 1.Dan die Abteilungsleitung der Sparte Aikido im LJC, wofür ihn der Verein mit der goldenen Ehrennadel und der Ehrenmitgliedschaft dankte. Organisiert waren die Lübecker Aikidoka damals im Deutschen Judo Bund, in dessen Prüfungsrichtlinien für das Aikido Grundkenntnisse im Kendo verpflichtend waren. In den 70er Jahren machte Gerd also nicht nur seinen 2. Dan im Aikido, sondern praktizierte auch bis zum 1. Kyu Kendo. Nachdem Gerd bis 1988 im DJB als Landesvorsitzender für Aikido und Bundessachbearbeiter für Prüfungswesen tätig gewesen war, wechselte er in dieser verbandspolitisch bewegten Zeit mit seinen Schülern zum Tendoryu Aikido, um einige Jahre bei Meister Kenji Shimizu zu lernen. Dieser verlieh ihm 1981 den 3. Dan Aikido. Gerd erzählte immer gerne von der japanischen Sitte, dem Prüfling erst ein Jahr nach Abhalten der Prüfung deren Ergebnis mitzuteilen. Nun, Geduld gehört eben auch zu den Tugenden eines Aikidoka und die Urkunde, die er bekam, ist wirklich sehr hübsch. Vor 15 Jahren trat Gerd in den DAB ein und wurde als einer der 15 ranghöchsten Danträger sogleich Mitglied der Technischen Kommission. Neben seinem Vereinstraining in Lübeck und in Hamburg beim befreundeten Verein BKSV Goliath konnte man Gerd regelmäßig als einen von vier Zentraltrainern in Schleswig-Holstein erleben. Zudem gab Gerd auch in Süddeutschland, wo er immer gerne gesehen war, regelmäßig Lehrgänge. Die traditionellen Weihnachtslehrgänge des LJC sowie die beiden von Gerd initiierten Lübecker Aikido- Events fanden großen Anklang. Dies liegt zum einen sicher in Gerds Persönlichkeit, dem es wichtig ist, dass in den ersten Minuten seines Trainings der Funke zu den Lehrgangsteilnehmern überspringt. Wenn man bei Gerd trainierte, hatte man immer etwas zu lachen. Dennoch forderte er schon von jedem vollen Einsatz und freute sich, wenn die Schüler mit rot leuchtendem und strahlendem Gesicht nach dem Training von der Matte gehen. Gerd hat in den langen Jahren, in denen er neben den oben genannten Meistern auch Schüler von Koichi Tohei und vor allem Schüler und bevorzugter Uke von Meister André Nocquet war, aus vielen Bausteinen, die diese Begleiter ihm mit auf den Weg gegeben haben, sein eigenes Aikido geformt. Gerds Aikido war dynamisch und eher sportlich orientiert als meditativ. Er flog halt sehr gerne. Dennoch legte er viel Wert darauf, dass ein Aikidoka Ausstrahlung entwickelt, die innere und äußere Haltung stimmt und dass man aus der Ruhe heraus arbeitet. Die ganze Technik und der Ausdruck –wie Gerd so gerne sagt- müssen stimmen. Hier machten sich sicherlich auch Gerds jahrzehntelange Erfahrungen als Statist am Theater positiv bemerkbar. Aikido ist eben auch etwas für das Auge des Zuschauers. Im Übrigen erkannte Gerd den Grad eines Aikidoka oftmals schon daran, wie er oder sie die Matte betrat oder sich über die Tatami bewegte. Ich denke, dass sich hierin seine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit vielen verschiedenen Menschen zeigte. Er hat den in 40 Jahren z.B. auch über 40 Aikidoschülerinnen und -schüler zum 1. Dan und weiter gebracht. Er scheute sich nicht, in der heißen Phase der Danvorbereitung seine Sonntage dranzugeben und mit den Prüfungsanwärtern an den Techniken zu feilen. Aber Gerd gab seinen Schülern nicht nur in technischer Hinsicht vieles mit, sondern er bestärkte sie auch mit deutlichen und aufmunternden Worten darin souverän zu zeigen, was sie können. Die Aikidoka des AVSH danken Gerd Bennewitz ganz herzlich für seinen Einsatz und wünschen ihm auf seinem weiteren Lebensweg alles Gute und vor allem Gesundheit. Frauke Drewitz, Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des AVSH
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