Deben Graupner beim Herbstlehrgang in Grömitz

Eigentlich war dieser Lehrgang als Wochenendlehrgang für den 10. und 11. November 2007 geplant worden, jedoch Debens Rückflug in die Schweiz ging bereits Sonntag früh. Nun denn, wenn es so nicht geht, dann eben anders und was im Aikido praktiziert wird funktionierte auch hier: ausweichen und den Gegebenheiten anpassen.

Deben schlug kurzerhand den Samstagvormittag als Ausweichtermin vor. Aus den ursprünglich geplanten zwei Trainingseinheiten am Samstag wurden nun drei Einheiten und für die Mittagspause organisierte Thomas Clausen ein kaltes Büffet.

Die Vorverlegung klappte einwandfrei, alle Erwachsenen und Jugendlichen trafen etwa eine halbe Stunde vor der ersten Trainingseinheit ein und die Kinder kamen nach der Mittagspause zur zweiten Einheit dazu.

Letztendlich fanden sich 43 Aikidoka aus ganz Schleswig Holstein, vom 5.Kyu bis zum 2. Dan und im Alter von 6 -?? Jahren zu Deben Graupners Lehrgang in der Grömitzer Gildehalle ein.

Für die Kids war eine separate Trainingsfläche mit Matten ausgelegt worden. So war gewährleistet, dass sich die großen und 25 kleinen Aikidoka ungehindert bewegen konnten und beim Trainieren mit Stock und Schwert nicht gefährdet waren.

Um 11 Uhr begann der Lehrgang mit einem angenehmen Aufwärmtraining und im Anschluss daran nannte uns Deben das Thema, das er für diesen Lehrgang gewählt hatte:

 Ki Musubi, die Verknüpfung der Energie von Uke und Tori

Er erklärte uns, dass diese Verknüpfung nicht nur die physische sondern auch eine mentale Verbindung zwischen Tori und Uke beinhaltet. Sie beginnt bereits vor dem eigentlichen Angriff und muss während der Ausführung durchgehend aufrecht erhalten werden. Deben verdeutlichte dies anhand eines Vergleiches: Die connection zwischen Tori und Uke muss die ganze Zeit über online bleiben, sie darf keinen Moment offline sein.

In den 3 Lehrgangseinheiten ging Deben weiter auf dieses Thema ein; zunächst an Nage Waza Techniken, dann Übungen mit dem Jo und zuletzt mit dem Bokken.

Als dann die Konzentrationsfähigkeit nicht nur bei den Kleinen sondern auch bei den Großen nachließ, beendete Deben den Lehrgangstag um 18.30 Uhr etwas früher als geplant. Deben legte während des gesamten Lehrgangs großen Wert auf einen vorsichtigen und vorausschauenden Umgang miteinander, damit sich auch der Uke in seiner Rolle wohlfühlen kann. Und was ich sehr erstaunlich und erfreulich fand: Selbst auf der Kindermatte kam es zu keinerlei Blessuren beim Handtieren mit Stock oder Schwert.

In allen Einheiten berücksichtigte Deben bei seinen Erklärungen die sehr unterschiedlichen Niveaus der Teilnehmer. Er sprach sowohl die Kinder, die Anfänger als auch diejenigen an, die selber Übungsleiter sind. Die netten Beschreibungen von Hobbits, Mantafahrern und das Halten von Wasser-bällen werden mir beim tai sabaki bestimmt immer in Erinnerung bleiben. Debens offene, ruhige und stets hilfsbereite Art führte zu einer sehr lockeren und freundlichen Atmosphäre, in der ich mich schnell sehr wohl fühlte.

Nach Gesprächen mit anderen möchte ich abschließend sagen:

Wir sind sehr froh, dass es Bernd Voß gelungen ist Deben Graupner für unseren Vereinslehrgang zu gewinnen und bedanken uns, dass Deben und seine Frau den weiten Weg für einen einzigen Lehrgangstag auf sich genommen haben.

Deben versprach, nächstes Jahr im Herbst zu einem 2-tägigen Wochenend-lehrgang wieder nach Grömitz zu kommen und ich bin mir sicher: Alle die diesen Lehrgang mitgemacht haben, werden wieder dabei sein wollen.

Anne Strack