Aikido ist Präzision

Lehrgang mit Roger Zieger (5. Dan) vom 02.-04.10.2009 in Bad Malente-Gremsmühlen

 

Im Oktober 2008 haben wir Roger das erste Mal in Aktion gesehen, er hat bei uns im Bramfelder SV seine Prüfung zum 5. Dan erfolgreich abgelegt.

Gänsehautfeeling! Wow, was für eine Spannung und Ausstrahlung in dieser Prüfung gelegen hat: man hätte eine Stecknadel fallen hören können.

Wir wussten sofort, dass wir Roger in einem seiner Lehrgänge erleben werden.

Am 14. und 15. März 2009 war es dann soweit. Wir haben Roger ein weiteres Mal erleben dürfen, diesmal bei einem Landeslehrgang in unserem Verein und als Trainer und nicht als Prüfling. Es war ein super Lehrgang,  da war der Schritt zum Landeslehrgang in diesem Jahr alles andere als schwer. J

Am Freitag den 02.10.2009 war die Anreise bis 17.00 Uhr festgelegt. Wir sind besser als erwartet durch den Verkehr gekommen und konnten schon um 16.15 Uhr in Bad Malente sein - Roger war auch schon da; hatte sich aber nach eigenen Angaben „Arbeit von Zuhause“ mitgebracht. Bei den jugendlichen Teilnehmern ging ein leichtes Raunen durch die Menge „das ist ein 5. Dan? Das ist Roger aus Berlin?“

Die Spannung stieg je länger wir auf den Beginn der ersten Trainingseinheit warteten. Pünktlich um 19.30 Uhr (eine gute Stunde nach dem Abendessen) begann die erste Trainingseinheit für dieses Wochenende. Das Thema lautete Aikido und Präzision.

Ein schweres aber umso wichtigeres Thema.

Grundsätzlich galt an diesem Wochenende, alles langsamer als sonst machen, dafür um so genauer auf die Technik achten Ú also präzise arbeiten. Wir sollten uns ruhig unserem Scheitern an der Technik stellen, denn nur so kommt ein Lern- bzw. Aha- Effekt zustande. Ein Herausarbeiten der entsprechenden Fehler sorgte dann für die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Problem und der Verbesserung der Technik. Wir schwer doch ein Ude-Osae oder ein Kaiten-Nage (uchi) sein kann, wenn man Präzision langsam übt.

Sehr häufig hörte man Roger sagen, ihr seid mir alle viel zu schnell. Nur gut, dass sich auch die höher graduierten Aikidoka noch mit dem Thema „Geschwindigkeit“ auseinander setzen mussten, nicht nur die Kyu-Grade.

Eine uns bis dato unbekannte Entspannungsübung nach den Trainingseinheiten war das vokale Atmen, wobei man beim Einatmen durch unterschiedliche Vorstellung von Vokalen den Atemfluss in unterschiedliche Abschnitte des Körpers leiten kann. Es sorgte bei mir für eine große Entspannung, obwohl es am Anfang etwas schwierig war, sich dem Vorgang wirklich „zu öffnen“ und zu spüren was dort geschieht.

Nach 3 Trainingstagen (5 Trainingseinheiten) haben wir uns anfangs über das richtige Ausweichen bis hin zu verschiedenen Techniken dem „eigenen Scheitern“ erfolgreich gestellt und eine neue Sichtweise auf das Wirken von Aikidotechniken erhalten. Etwas eher stellte sich am Samstagnachmittag auch der Muskelkater ein.

Der gesellige Teil an den Abenden ist auch nicht zu kurz gekommen. Angefangen vom kleinen „Klönschnack“ bis zur umfangreichen Diskussion über Sinn und Unsinn der 3. Kata war für jeden etwas dabei. Dank an Ulli und Roger. J

Auch wenn Roger das schon zigmal gehört hat, so war der Lehrgang echt super und wir können zu Recht behaupten: Alles Roger.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Lehrgang mit Roger.

Janina und Jürgen Günther

Aikido - BSV

Hamburg Bramfeld

 

 
 
 
 
         
         
         
Fotos: Ulrich Schümann

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