Landeslehrgang des AVSH mit Renate Behnke

vom 23. - 25.02.2007 in Bad Malente-Gremsmühlen

 

Zum ersten Landeslehrgang des AVSH im Jahr 2007 kamen vom 23. bis zum 25. März wieder zahlreiche Aikidoka aus ganz Schleswig-Holstein und Hamburg von verschiedenen Verbänden nach Malente, um unter der Anleitung von Meisterin Renate Behnke zu trainieren. Die große Resonanz, die der Lehrgang fand – die Matte war voll – zeigt, dass das Konzept des AVSH, jedes Jahr auch eine Aikidomeisterin als Lehrgangsleiterin einzuladen, voll aufgeht.

Renate war gut gelaunt mitsamt ihrer Aikido treibenden Familie aus NRW angereist. Ihr Mann Karl (3. Dan) und ihr Sohn Christian (2. Dan) zeigten, dass sie Renate in nichts nachstehen, was die Begeisterung fürs Aikido anbelangt. Viele von uns kennen die Behnkes schon von zahlreichen Lehrgängen.

Renate war sehr erfreut, dass so viele Jugendliche unter den Teilnehmern waren, da dies im heimatlichen Dojo eine ihrer Hauptzielgruppen ist. Als wir mit dem Training begannen, wussten wir warum. Sie geht mit viel Schwung und Temperament zur Sache und schafft es so, selbst „Schlaftabletten“ in Schwung zu bringen. Trotz ihres Mottos: “Wir lassen das jetzt ganz gemütlich angehen. Wir sind noch bei der Gymnastik,“ kamen wir sofort gut ins Schwitzen. Schon während ihrer interessanten Auswärmübungen wurde das Thema des Lehrgangs Führen und Übertragen aufgenommen. Bei verschiedenen Laufspielen mit wechselnden Partnern lernte man sich schnell kennen.

Renate baute ihr Training sehr systematisch auf. Wir trainierten verschiedene Sabakiformen, versuchten, die Hände stets in Zusammenhang mit dem Zentrum zum Einsatz zu bringen und ein Gefühl für die Führung des Partners in den Techniken zu entwickeln. So konnte man auch bei vielleicht altbekannten Techniken wie dem Shiho-Nage ganz neue Aspekte entdecken.

Renate stellte einen spannenden Blick auf die Aikidotechniken vor. Sie legte dar, wie und wo sich in fast allen Techniken Shiho-Nage oder Ude-Osae verstecken. So ermöglichte sie es auch den Gelb- und Orangegurten, Techniken, die höher im Prüfungsprogramm angesiedelt sind, erfolgreich abzuleiten und problemlos nachzuvollziehen. Sie schaffte es durch ihre positive und aufmunternde Art und ihre guten Hilfestellungen, ihre größtenteils jugendlichen Ukes selbst zu schwierigen Rollen zu bewegen. Selten hat man auf einem Lehrgang für Jugendliche und Erwachsene so viele verschiedenartige Ukes erleben können. Für die Jugendlichen, die Renate aufmerksam beobachteten, war dies sicher eine besondere Erfahrung.

Neben dem eigentlichen Training bietet ein dreitägiger Lehrgang zudem genug Zeit, um neue Freundschaften nicht nur zwischen den Jugendlichen anzubahnen und zu pflegen. Unsere Jugendlichen waren jedenfalls schwer begeistert vom Training und den freundlichen Meistern. Sie werden uns sicherlich auch das nächste Mal nach Malente begleiten.

Frauke Drewitz, Sachbearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit des AVSH, Lübecker Judo Club

 

       
       
       
       
       
 
       
 
Fotos: Ulrich Schümann
   

 

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