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Am Wochenende vom 17. –
18. September 2011 trafen sich insgesamt 68 Aikidoka, um in der kleinen
Sporthalle am Schäferberg mit Kindern und Jugendlichen aus ganz
Schleswig-Holstein, aber auch Hamburg und sogar Niedersachsen zu
trainieren. Einige kannten sich bereits vom Samurai Camp, das regelmäßig
im Sommer in Grömitz stattfindet. Dabei haben sie sich so gut
verstanden, dass sie auch weiterhin über Telefon, SMS und heute
insbesondere Facebook und Co. engen Kontakt pflegen und sich zu den
weiteren Jugendveranstaltungen, die vorrangig vom Aikido-Verband
Schleswig-Holstein ausgerichtet werden, verabredeten. Aufgrund des
sportlichen Rahmenprogramms, bei dem oft in eine andere Sportart
eingeführt wird, sind die Jugendlehrgänge besonders beliebt. Aber noch
wichtiger ist, dass man lieb gewonnene Freunde wieder trifft und mit
ihnen gemeinsam Aikido treibt, aber auch neue Dinge entdeckt und sich
darüber hinaus austauscht. Die Abschiede sind immer wieder
„schmerzhaft“.
Besonderes Highlight
dieses Lehrgangs war, dass der langjährige Samurai Camp-Betreuer, Detlef
Kirchhof, 1. Dan, als Lehrer eingeladen war. Er brachte seine überaus
starke Truppe (17 Teilnehmer) aus Hohenwestedt mit. Mit einem
interessanten Training, aufgelockert mit vielen Spielen, brachte er alle
Aikidoka gut in Bewegung. Schwerpunkt der Lehrgangsthematik war die
innere Einstellung des Angreifers zum simulierten Fass- oder
Schlagangriff. Ohne ernst gemeinten Angriff kann auch keine optimale
Verteidigung stattfinden. Die Teilnehmer lernten, sich dem „Nage“
(Verteidiger) realitätsnah „zuzuwenden“. Dies wurde auch an der
richtigen Positionierung zum „Gegner“ offenbar. Es wurde ernsthaft am
Lehrstoff gefeilt, und ungewohnte Angriffe wurden mit bekannten
Techniken beantwortet. Die Zeit verging wie im Fluge.
Insgesamt gab es am
Samstag zwei Technik-Blöcke, dazwischen ein Mittagessen, das die
Aikido-Abteilung mit Hilfe von Eltern der Kinder und Jugendlichen
hervorragend zubereiteten. Die Bramstedter hatten den Geschmack der
Kinder getroffen. Herzlichen Dank an die vielen Helfer.
Am späten Nachmittag des
Samstags wurden die Lehrgangsteilnehmer in den Handballsport eingeführt,
und zwar von der Handballtrainerin und gleichzeitig Jugendsprecherin der
Bramstedter Turnerschaft. Nach anfänglichem Lampenfieber gelang es ihr,
souverän die Gruppe zu übernehmen und sie mit den verschiedensten
Bewegungsaufgaben in Trapp zu halten. Hierbei wurde auch ein geschickter
Toreinwurf eingeübt. Allen Teilnehmern konnte eine gute Kondition und
Koordination bescheinigt werden. Der Einblick in das Handballtraining
war für alle bereichernd.
Am Abend wurde ein
reichhaltiges Abendbrot serviert, so dass die Energiespeicher wieder
aufgetankt wurden.
Der spätere Abend in der
Turnhalle wurde mit Musik der Jugendlichen, die sich hier besonders
einbrachten, untermalt. Einige Tanzstile konnten vorgeführt werden.
Nach dem aufregenden
Programm wurde es zur Nachtruhe auffällig ruhig. Die Teilnehmer
schliefen recht bald in ihren in der Turnhalle ausgebreiteten
Schlafsäcken ein – für die Betreuer eine ungewohnte, aber angenehme
Erfahrung.
Am Sonntagmorgen wurde
die Halle ganz schnell aufgeräumt. Von einer Übernachtung war nichts
mehr zu sehen. Die von Sabine Fellmann abgeholten frischen Brötchen
luden zum Frühstück ein. Auch Astrid Sieber und die Eltern der
Jugendlichen waren wieder vor Ort, um die Teilnehmer des Lehrgangs zu
bewirten. Ein großes Dankeschön geht an die beiden Ausrichterinnen der
BT, ohne die dieser Lehrgang nicht hätte stattfinden können.
Der Unterricht am
Sonntag hatte die Abwehr von Messer-Angriffen zum Inhalt. Detlef
Kirchhof hatte extra biegsame Gummimesser mitgebracht, mit denen
vorzüglich der Angriff imitiert werden konnte. Als Erstes übten die
Kinder und Jugendlichen den Umgang mit dem „Tanto“ (Holzmesser). Später
wurden Verteidigungstechniken für einen geraden Messerstoß eingeübt.
Hier wurde wie bereits zuvor die Bedeutung der richtigen Position zum
Angreifer hervorgehoben. Kleine Stellungsveränderungen machten die
Technik besonders effektiv. Die Konzentration beim Üben stieg merklich,
einfach bedingt dadurch, dass man mit einer „Waffe“ statt der bloßen
Hand trainierte.
Das fleißige Training
musste natürlich belohnt werden. Zum Abschluss leitete Astrid Sieber, 2.
Dan, passive Gymnastik, verbunden mit einer Shiatsu-Massage an. Das
ließen sich alle gerne gefallen. Es tat richtig gut, vom Übungspartner
verwöhnt zu werden. Die Rollen wurde natürlich auch getauscht, damit
alle in den Genuss kamen.
Detlef Kirchhof, 1. Dan
aus Hohenwestedt, wurde von der Jugendleiterin des Aikido-Verbandes
Schleswig-Holstein und auch von den Ausrichtern, der Bramstedter
Turnerschaft, für sein abwechslungsreiches und lebendiges Training sehr
gelobt. Die Kinder und Jugendlichen verstärkten diesen Dank durch ihr
zustimmendes Klatschen. Die Ausrichter wurden ebenso mit Dank bedacht,
denn ohne ihren Einsatz wäre ein solch schöner, atmosphärischer Lehrgang
gar nicht möglich gewesen. Und auch die Teilnehmer erhielten ein Lob für
die Disziplin und Umsicht sowie ihren Trainingseifer.
Bei der Abschlussrede
wurde die Hoffnung laut, dass die Kinder sich vermehrt auf Lehrgänge
trauen sollten, um noch weitere schöne Gemeinschaftserlebnisse zu haben.
Das Samurai Camp, das im nächsten Jahr vom 17.-22.07.2012 stattfinden
wird, wurde bei dieser Gelegenheit noch einmal bekannt gemacht.
Lilo Schümann
Jugendleiterin des AVSH
20.09.2011
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