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Eltern-Kind-Aikido 2009 Rückblick, Sommer 2005: „Mama! Demnächst sollen wir unsere Eltern zum Aikidotraining mitbringen. Da können wir euch zeigen was wir da machen und was wir schon gelernt haben. Du kommst doch mit, oder?“, so begrüßten mich meine Kinder vor fast 4 Jahren, als ich sie vom Aikido Training abholte. Nach einigem Nachfragen bestätigten sich meine schlimmsten Befürchtungen: Die Eltern sollten dabei nicht nur zusehen, sondern gemeinsam mit ihren Kindern trainieren. Oh Schreck! Ausgerechnet ich und dann auch noch Kampfsport?! „Wir schaun mal, vielleicht hat der Papa dann ja Zeit mitzukommen“, versuchte ich mich rauszureden. Die enttäuschte Antwort kam prompt: „Willst du denn gar nicht sehen, was wir gelernt haben?“ So kam ich zu meinem ersten Aikidotraining und ich bin bis heute begeistert dabei.
Ob es dieses Mal wieder einigen Eltern so ergangen war? Jedenfalls hatten es auch beim 3. Eltern-Kind-Aikido, das am 9. Mai 2009 von Thomas Clausen in Grömitz veranstaltet wurde, einige Kinder aus der Kindergruppe geschafft, ihre Mütter und/oder Väter dazu zu bewegen mitzumachen.
Die kleine Sporthalle der Grundschule, in der wir trainieren, war mit 25 Kindern und Erwachsenen schon recht voll. Die anfängliche Scheu wich merkbar bei den ersten Lauf- und Kennenlernspielen und das Aufwärmtraining könnte den ein oder anderen in den nächsten Tagen noch daran erinnern, wie viele Muskeln man hat, die man im täglichen Leben wenig nutzt. Als die Kinder danach ihren Eltern den Sabaki zeigen und beibringen sollten, musste ich innerlich lächeln, während ich den Erklärungen eines 7 jährigen Jungen, der mit seinem Vater neben mir trainierte, zuhörte. Ich war verblüfft, was er sich an Formulierungen gemerkt hatte und wie er nun sein Wissen weitergab und seinen Vater korrigierte. Anschließend trainierten immer abwechselnd die Eltern mit ihren Kindern und danach Eltern mit Eltern und Kinder mit Kindern. Hauptsächlich waren es Ausschnitte aus verschiedenen Bodentechniken, Hebel, Schmerzpunkte finden und Befreiungen aus Fassangriffen und Umklammerungen, die wir in den 3 Stunden übten. Es war fast wie ein kleiner Lehrgang, mit einer Pause zwischendurch, in der es Getränke und Kleinigkeiten zu Essen gab.
Ich sehe gerne anderer Menschen in die Augen, vor allem beim Aikidotraining gibt es darin oft, viel Interessantes zu sehen. Bei diesem Eltern-Kind-Aikido hat es besonders viel Spaß gemacht, man konnte schöne Regungen darin lesen: Neugierde, Staunen, Freude und Begeisterung.
Ich denke, auch dieses Eltern-Kind-Training konnte wieder ein paar Eltern begeistern, die sonst nie auf die Idee gekommen wären, Aikido auszuprobieren. Denjenigen von uns, die schon länger dabei sind, hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht.
Anne Strack
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