Samurai Camp 2007wieder ein tolles Erlebnis |
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Vom 13.bis zum 18.August fand dieses Jahr wieder das traditionelle Samuraicamp in Lenster Strand bei Grömitz an der Ostsee satt. Die Jugendleiterin des Aikido Verbandes Schleswig- Holstein Lilo Schümann hat es auch diesmal wieder für den Deutschen Aikido Bund ausgerichtet. So kamen denn auch nicht nur viele Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 16 Jahren aus Schleswig Holstein, sondern auch die umliegenden Bundesländer waren stark vertreten. Dass sich die Qualität des Samuraicamps längst herumgesprochen hat, zeigt einerseits die hohe Teilnehmerzahl. Bei 94 Teilnehmern war die Zahl der Mädchen mit 44 sogar höher als deren im Aikido üblicher Anteil von knapp über 30%. Zu Lilos Freude waren unter den Teilnehmern etliche Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die das Bild noch bunter und interessanter machten. |
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Wenn, wie in einem Fall geschehen, schon im Dezember Anfragen der Eltern nach den genauen Terminen für das Camp kommen, da man dies ja unbedingt in die Familienurlaubsplanung einbeziehen wolle, spricht das für sich. Neben der Stammcrew der 11 Betreuer und Betreuerinnen, von denen Alla sogar extra aus Russland angereist war, um ihre Erfahrungen in der Aikido-Jugendarbeit zu vertiefen, waren auch viele Kinder in den letzten Jahren bereits mehrfach auf einem Samuraicamp gewesen. Was ist es also, was den besonderen Charme dieses Lehrgangs ausmacht? |
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Für Daniel Santos, 15 Jahre, Blaugurt aus Lübeck, steht neben den interessanten neuen Aikidotechniken ganz klar der „Spaßfaktor“ im Mittelpunkt. Er hat sich gefreut, alte Freunde wieder zu treffen und neue Freundschaften zu schließen. |
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Jasmin Winkler, 12 Jahre, Weißgurt aus Clausthal fand neben dem Aikidotraining die angebotenen Spiele und Experimente zu Umweltthemen besonders spannend. Da auch das Wetter größtenteils mitspielte und die „Samurai“ sogar zwei Badenachmittage an der Ostsee einlegen konnten, ist für Jasmin genau wie für Daniel klar, dass sie nächstes Jahr wiederkommen werden. |
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Die älteren Jugendlichen, die ja den potenziellen Nachwuchs in der Jugendarbeit darstellen, wurden von den Betreuern systematisch mit eingebunden. Sie wurden z.B. Zeltpaten: Alle Aikidoka, die je ein Zelt bewohnten, hatten also neben ihrem erwachsenen Betreuer auch noch einen jugendlichen Ansprechpartner, der immer mal nach dem Rechten sah und für die Lösung kleinerer Probleme da war und beispielsweise beim Aufwachen half oder die Kinder an Termine erinnerte. Neben der Aufgabe als Zeltpaten waren die Jugendlichen bei verschiedenen organisatorischen Aufgaben gefragt. |
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Betreuer Holger Bornholdt vom Aikido-Club Kellinghusen, der schon zum vierten Mal beim Samuraicamp dabei war und neben seinem Sohn gleich noch fünf andere Kinder aus seinem Verein mitgebracht hat, sagt, dass die Kinder und Jugendlichen stark vom Samuraicamp profitieren. Ihre Motivation für das Aikido steigt, sie fahren gerne auf Jugendlehrgänge, um die geschlossenen Freundschaften nicht nur über E-Mail und SMS zu pflegen. „Wochenlang wird zu Hause noch vom Samurai Camp erzählt“ - so Holger. Für ihn trägt auch die Örtlichkeit zum Erfolg des Camps bei. Das Jugendlager Wetzlar liegt in der Nähe von Grömitz und direkt am Strand. Es bietet viele Möglichkeiten. Auf dem weitläufigen Gelände gibt es eine große Halle, die die Aikidoka die Woche über allein nutzen können. Wasch- und Essräume sind wetterfest und ansprechend, das Essensbuffet bietet für jeden Geschmack etwas und bei viel frischem Obst kommt auch die Gesundheit der Kinder nicht zu kurz. Nicht zuletzt ist es auch dem kompetenten und ausgesprochen kinderfreundlichen Personal des Lagers zu verdanken, dass alle sich so wohl fühlten und es keine Probleme gab. |
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Als besonders gelungen kann das dem Camp zugrunde liegende pädagogische Konzept gelten. Zum einen stand natürlich Aikidotraining auf dem Plan. Neben einem gradspezifischen Training der waffenlosen Grundtechniken gab es Stabtraining für die Fortgeschrittenen und ein freiwilliges Leistungstraining, das in Anlehnung an die Fachüberprüfung eine optimale Vorbereitung auf anstehende Kyu-Prüfungen bot. Besonders interessant erscheinen die Ergebnisse einer Gesprächsrunde mit den Teilnehmern. Auf die Frage: „Was hat sich bei Dir verändert, seitdem du Aikido machst?“ antworteten mehrere Mädchen, dass sie selbstbewusster geworden seien. Sie hätten auch Spaß an der Disziplin, die man im Training an den Tag legen soll, und an den einzuhaltenden Regeln gefunden. Bei den Jungen stand im Vordergrund, dass sie nun weniger oder keine Angst mehr haben, da sie sich stärker fühlen und weniger geärgert würden- und dies in einem Fall selbst dann, als die Mitschüler gar nicht wissen konnten, dass der Junge nun Aikido betreibt! |
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Hier zeigt sich, dass das Motto des Camps Leben mit sich selbst und der Umwelt im Einklang ein zentrales lebensweltliches Thema ist. Mit Umwelt ist hier aber nicht nur die soziale Umwelt gemeint, sondern ganz konkret die Natur. Dem Engagement einer befreundeten Umweltbiologin und dem DLRG-Umweltmobil ist es zu verdanken, dass die Kinder zahlreiche spannende Experimente zu unterschiedlichen naturwissen-schaftlichen Themen vor Ort durchführen konnten. Frau Dr. Svenja Tidow zeigte den Kindern, wie man Salzkristallbäumchen wachsen lässt und leitete Experimente zur Osmose an. Die Kinder legten dazu klein geschnittenes Gemüse in unterschiedlich gesättigte Salzwasser-lösungen, beobachteten und analysierten die Ergebnisse. Wasser war auch das Thema einer Arbeitsgruppe, die sich mit den Unterschieden zwischen Nord- und Ostsee beschäftigte. |
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Aber auch das Handwerkliche kam nicht zu kurz. Mit dem DLRG Umweltmobil wurden neben verschiedenen Experimenten u.a. Buddelschiffe und Drachen gebaut, parallel dazu konnten die Kinder sich mit Kalligraphie oder Origami beschäftigen. Passend zur japanischen Tradition sei hier auch das Bogenschießen am Dienstag und Mittwoch erwähnt. Hier waren Konzentration und Präzision sowie das Abschießen des Pfeiles zum rechten Augenblick gefragt. Herzlichen Dank an den ortsansässigen Bogenschützenverein und Thomas Clausen. Die Geselligkeit wurde natürlich auch gepflegt beim Bergfest mit Musik, beim Abschlussabend mit gemeinsamem Grillen, beim Gitarrenspiel mit Gesang, aber auch im Hansapark mit einem anspruchsvollen Hochseilparcours. |
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Es gab recht viele Möglichkeiten zur aktiven Betätigung. Viele Kinder nutzten diese selbständig und spielten Schach, Volleyball oder auch Werwolf in großer Gruppe. Am Samstag wurden die Zelte geräumt, und alle fuhren zwar etwas erschöpft von den drei Trainingseinheiten pro Tag, aber angefüllt mit vielen positiven Erlebnissen zufrieden nach Hause. Frauke Drewitz, Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des AVSH |
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| Weitere Bilder findet Ihr unter: http://picasaweb.google.de/wwwmaster.avni/SamuraiCamp2007DiaShow |
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