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Als Roland, Lilo,
Hans und Ulrich Schümann nach dem schweißtreibendem Training am Sonntag
im Café Venezia vor dem wohlverdienten Erdbeereisbecher saßen und die
Eindrücke des Wochenendlehrganges resümierten, stellte Roland fest:
„Aikido wird eben auf der Matte gemacht!“
Eine schlichte
Feststellung, die doch alles beschreibt: Das Aikido hat sich in den
letzten Jahren, dem „Budo-Spalt-Pilz“ folgend in immer mehr Verbände
ausufernd entwickelt, die zum einen zwar auch den Enthusiasmus und die
Überzeugung widerspiegeln, dass der eigene Weg in Lehre und Technik der
bessere sei, zum anderen aber auch die Folge hat, dass mehrheitlich nur
die Lehrgänge des eigenen Verbandes besucht werden. Der so geförderte
Wettbewerb um Unabhängigkeit, effizientere Technik und
Unterrichtsmethodik, Wachstum der Mitgliederzahl und Mehrung der
Aktivitäten entspricht wohl einem natürlichen Prinzip, jedoch ist
bedauerlich, dass man so nur Teilen der Aikido-Gemeinschaft auf der
Matte begegnet.
Diese Erfahrung hat
den Aikido-Verein Segeberg, ausgelöst durch eine eigene Neuorientierung,
und den AVSH in dem Wunsch gestärkt, Aikidoka auf der Matte
zusammenzuführen, hierbei insbesondere diejenigen, die sich in der
Vergangenheit nicht regelmäßig gesehen hatten. Von diesem Gedanken
ausgehend ist der Titel „Freundschaftslehrgang“ durchaus berechtigt.
Der Aikido-Verein
Segeberg hatte in einer schönen Sporthalle in Bad Segeberg ideale
Trainingsvoraussetzungen geschaffen, angefangen von einer ausreichend
großen Mattenfläche, über reichliche Versorgung mit Getränken und
Verpflegung bis hin zur ausreichenden Hallentemperatur, so dass niemand
frieren musste (schätzungsweise 32 Grad C bei 80 % Luftfeuchtigkeit).
Besonders
erfreulich und interessant zugleich war, dass wir neben Gästen der AUD
und des AVSH auch Aikidoka aus Oldenswort und Reinbek kennenlernen
durften.
Als Lehrer waren
neben Hans Carstens (gastgebender Ausrichterverein) Roland Nemitz und
Ulrich Schümann (beide AVSH) eingesetzt. Diese drei kennen sich seit
über dreißig Jahren. In insgesamt drei Trainingseinheiten wurden so über
den individuellen Stil des einzelnen aus drei Perspektiven das Aikido
beleuchtet, was den Lehrgang interessant machte, die Aufnahmefähigkeit
der Teilnehmer aber auch sehr stark forderte.
Bequem war der
Lehrgang nicht (nicht wenige waren recht erschöpft), jedoch recht
interessant und damit inspirierend.
Wir können uns
gut vorstellen, dass dies nicht die
letzte überverbandliche Begegnung war. Wir haben uns vorgenommen, solche
Lehrgänge zu wiederholen.
Ulrich Schümann
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