„Aikido wird auf der Matte gemacht!“

Aikido-Freundschaftslehrgang in Bad Segeberg am 04. und 05. Juli 2009

 

Als Roland, Lilo, Hans und Ulrich Schümann nach dem schweißtreibendem Training am Sonntag im Café Venezia vor dem wohlverdienten Erdbeereisbecher saßen und die Eindrücke des Wochenendlehrganges resümierten, stellte Roland fest: „Aikido wird eben auf der Matte gemacht!“

Eine schlichte Feststellung, die doch alles beschreibt: Das Aikido hat sich in den letzten Jahren, dem „Budo-Spalt-Pilz“ folgend in immer mehr Verbände ausufernd entwickelt, die zum einen zwar auch den Enthusiasmus und die Überzeugung widerspiegeln, dass der eigene Weg in Lehre und Technik der bessere sei, zum anderen aber auch die Folge hat, dass mehrheitlich nur die Lehrgänge des eigenen Verbandes besucht werden. Der so geförderte Wettbewerb um Unabhängigkeit, effizientere Technik und Unterrichtsmethodik, Wachstum der Mitgliederzahl und Mehrung der Aktivitäten entspricht wohl einem natürlichen Prinzip, jedoch ist bedauerlich, dass man so nur Teilen der Aikido-Gemeinschaft auf der Matte begegnet.

Diese Erfahrung hat den Aikido-Verein Segeberg, ausgelöst durch eine eigene Neuorientierung, und den AVSH in dem Wunsch gestärkt, Aikidoka auf der Matte zusammenzuführen, hierbei insbesondere diejenigen, die sich in der Vergangenheit nicht regelmäßig gesehen hatten. Von diesem Gedanken ausgehend ist der Titel „Freundschaftslehrgang“ durchaus berechtigt.

Der Aikido-Verein Segeberg hatte in einer schönen Sporthalle in Bad Segeberg ideale Trainingsvoraussetzungen geschaffen, angefangen von einer ausreichend großen Mattenfläche, über reichliche Versorgung mit Getränken und Verpflegung bis hin zur ausreichenden Hallentemperatur, so dass niemand frieren musste (schätzungsweise 32 Grad C bei 80 % Luftfeuchtigkeit).

Besonders erfreulich und interessant zugleich war, dass wir neben Gästen der AUD und des AVSH auch Aikidoka aus Oldenswort und Reinbek kennenlernen durften.

Als Lehrer waren neben Hans Carstens (gastgebender Ausrichterverein) Roland Nemitz und Ulrich Schümann (beide AVSH) eingesetzt. Diese drei kennen sich seit über dreißig Jahren. In insgesamt drei Trainingseinheiten wurden so über den individuellen Stil des einzelnen aus drei Perspektiven das Aikido beleuchtet, was den Lehrgang interessant machte, die Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer aber auch sehr stark forderte.

Bequem war der Lehrgang nicht (nicht wenige waren recht erschöpft), jedoch recht interessant und damit inspirierend.

Wir können uns gut vorstellen, dass dies nicht die letzte überverbandliche Begegnung war. Wir haben uns vorgenommen, solche Lehrgänge zu wiederholen.

Ulrich Schümann

 

 
 
 
 
 
 
 
 
   
 

 

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