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Eng war es z. T. in Malente auf dem
Bundeslehrgang bei Bundestrainer Alfred Heymann. Dass so viele
Teilnehmer kommen wollten und konnten, spricht für diesen Lehrgang. Was
war nun das Besondere daran? Alfred brachte uns in drei Tagen und in
insgesamt zehn Stunden Trainingszeit die dritte Kata des DAB nebst
Kokyo-Techniken nahe.
Kaum einer wollte sich diese Gelegenheit
entgehen lassen, so dass neben den ursprünglich vorgesehenen 45
Teilnehmern nun 60 hoch motivierte Aikidoka im Schichtsystem über die
Matte rollten. Das hieß Sonderschichten für Alfred, der sich aber wacker
geschlagen hat und uns Nordlichter durch die fünf Blöcke der recht neuen
Kata führte.
Ausgangsposition Aihamni, oder war es
Gyakuhanmi? Muss ich die Position wechseln oder stehe ich als Nage, wo
ich vorher stand? Werfe ich Uke schräg oder auf der Linie? Alle Fragen
wurden beantwortet, auch diejenigen, die die Welt vorher noch nicht
kannte. Nur das Erarbeiten, das Memorieren, das Einschleifen – immer und
immer wieder – das blieb und bleibt uns natürlich selbst überlassen.
Wann wird er mir in Fleisch und Blut übergehen, dieser gebündelte Mix,
die Kreation, das Archiv der Wurftechniken?
Als wir ausgepowert von dem Wochenende
nach zwei Stunden abwechslungs- und umdrehungsreichen Kokyonage-Training
am Sonntag die Kata noch einmal machen durften, da war deutlich zu
fühlen, was schon in Fleisch und Blut übergegangen war und was nicht.
Alfred legte das „Schmankerl“ bewusst ganz ans Ende, so wie man auch in
der Danprüfung ggf. die Kata dann zeigen muss, wenn nur noch das
Kleinhirn arbeitet.
Neue Formen im Norden?
Oberflächlich betrachtet war es wie
sonst auch in der Sportschule des Landessportverbandes
Schleswig-Holstein in Malente. Viele tolle Landeslehrgänge hatten wir
hier die letzten Jahre.
Man sitzt zusammen, isst, trinkt, hat
Zeit, sich zu unterhalten. Alles ist vor Ort.
Neu ist, dass diese Qualität jetzt auch in der Form Bundeslehrgang hier
im Norden zu haben war. Ein weiser Schachzug, sind wir Nordlichter doch
gewohnt für „4 Einheiten A“ viele Kilometer weit in den Schwarzwald zu
fahren. Wieviel Zeit, Geld und Benzin sparender ist die Fahrt nach
Malente (Aufs Horn fährt man ja eh auch noch.). Im Ernst, dieser
Lehrgangstyp bietet nur Vorteile und sollte unbedingt weiter geführt
werden. Die landeseigenen Sportstätten lassen sich sicher auch nicht nur
in Schleswig Holstein nutzen. So profitiert neben dem LSV (gute
Auslastung der Kapazitäten) auch der DAB als Fachverband, da das Geld,
das die Mitglieder an die Landessportverbände zahlen, ihnen direkt
wieder zu Gute kommt.
Auch der Austausch untereinander, unter
Danträgern und Braungurten einer Großregion, ist äußerst fruchtbar. Man
hat zwei Abende Zeit und so manches gute Gespräch konnten wir führen. So
ist mein Fazit trotz (oder wegen) der erschöpften Glieder: Mehr davon,
gerne bald wieder. Sehen wir uns in Malente?
Frauke Drewitz, Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im AVSH
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